Akademisierung der Pflege sorgt für Vorbehalte bei den Ärzten

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Akademisierung der Pflege - Pflege Liebe Zeitschrift

Akademisierung der Pflege – Auch in der Pflege gibt es eine zunehmende Akademisierung. In zahlreichen klassischen akademischen Berufen wie den Naturwissenschaften oder den Geisteswissenschaften gibt es eine Arbeit auf gleicher Ebene.

Akademisierung der Pflege – Zunehmende berufliche Anforderungen

Jeder der hier infrage kommenden Berufe setzt in der Regel ein Studium voraus.

Ähnliches gilt für die Ingenieurwissenschaften und die Medizin.

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Daneben gibt es aber auch zunehmend bisher nicht als akademisch geltende Berufe, die nunmehr durch ein Studium hinsichtlich der Attraktivität und der Entwicklungschancen akademisiert werden.

Dies betrifft beispielsweise Berufszweige wie die Physiotherapie aber auch zunehmend die Pflege.

Die beruflichen Anforderungen steigen und dadurch steigt auch das Bedürfnis nach mehr Qualifikation.

Im Bereich der Krankenpflege und der Altenpflege gibt es beispielsweise für Leitungsfunktionen wie die Pflegedienstleitung oder den Bereich der Heimleitung mittlerweile entsprechende Bachelorstudiengänge.

Auch für die normale Krankenpflege werden zunehmend duale Studiengänge angeboten, so bieten beispielsweise die Universität Bremen und die Universität Trier (siehe Video) ein duales Studium der Pflege an.

Ärzte akzeptieren oft akademische Pflegekraft nicht – Akademisierung der Pflege

Der Bereich der dualen Studiengänge ermöglicht einerseits einen klassischen Ausbildungsabschluss, verbunden mit einem akademischen Bachelorabschluss.

Während die klassische Ausbildung drei Jahre andauert, dauern die dualen Studiengänge in der Regel vier Jahre.

Im Bereich der Kliniken kommt es aber zunehmend zu einem Akzeptanzproblem.

Denn da die Krankenpflege bei vielen Ärzten in der Vergangenheit als reiner „ärztlicher Assistenzberuf“ empfunden wurde, und sich die Krankenpflege erst seit knapp zehn Jahren von diesem Berufsbild emanzipiert, werden akademische Krankenschwestern beziehungsweise akademische Krankenpfleger, also Pflegepersonal mit entsprechenden akademischen Abschlüssen, vielfach nicht als solche akzeptiert.

Das bedeutet, dass die akademischen Pflegekräfte von den Ärzten oftmals auch weiterhin als bloße „Handlanger der Medizin“ verstanden werden.

Akademisierung Pflege: Neueste Ärztegeneration als Akzeptanz-Multiplikator?

In der nunmehr nachrückenden Ärztegeneration kommt es aber zunehmend zu einer Akzeptanz.

Dies geschieht deshalb, weil viele Studierende der Pflegewissenschaften in einigen Bereichen auch mit Medizinern zusammen Vorlesungen belegen.

Akademisierung der Pflege - Akademisierung Pflege - Pflege Liebe Zeitschrift
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Dies wiederum steigert die Akzeptanz der Pflege.

Auch kommt es zunehmend zu flachen Hierarchien in Kliniken.

Auch dies sorgt wiederum für eine steigende Akzeptanz der akademischen Pflegekräfte.

Akademisierung in der Pflege: Da viele pflegewissenschaftliche Fakultäten zudem mit medizinischen Fakultäten zusammenarbeiten, erhalten die akademischen Studiengänge im Bereich der Pflege ebenfalls eine zunehmende Akzeptanz seitens der Medizin.

Bis es allerdings zu einer vollständigen Akzeptanz pflegewissenschaftlicher Studiengänge, und damit zu einer Akzeptanz ohne Vorbehalte für den Bereich der akademischen Pflege kommt, dürfte es zumindest eine bis zwei Ärztegenerationen andauern.

Inwieweit die Pflegequalität und die medizinische Behandlungsqualität unter einer fehlenden Akzeptanz akademischer Pflegekräfte leiden, darf wiederum als interessante Fragestellung für pflegewissenschaftliche aber auch soziologische beziehungsweise medizinische akademische Abschlussarbeiten gelten.

Akademisierung der Pflege – Wie ist Ihre Meinung?

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