Chirurgie: Fraktur – Wissen aufgefrischt – 1. Teil

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Chirurgie: Fraktur - Wissen aufgefrischt - 1. Teil - Pflege Liebe Zeitschrift

In der Chirurgie und Orthopädie ist die Fraktur Alltag. Was genau war doch noch einmal eine Fraktur und wie wird Sie eingeteilt und unterschieden? Pflege Liebe frischt für alle Pflegekräfte, die nicht im Bereich der Chirurgie oder Orthopädie tätig sind, das Wissen hierzu auf.

Chirurgie: Fraktur und ihre Definition

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Eine Fraktur stellt eine Kontinuitätsunterbrechung des Knochens dar.

Als Ursachen für eine Fraktur kommen durch Unfälle verursachte traumatische Erscheinungen, pathologische Ursachen beispielsweise im Rahmen einer karzinogenen Erkrankung (Metastasen) oder im Rahmen einer langen dauerhaften Beanspruchung infrage.

Im letztgenannten Fall spricht man von einer Ermüdungsfraktur.

Ursachen einer Fraktur

Eine Fraktur kann durch einen direkten Stoß, durch Biegung oder durch Zugspannung (Torsion) entstehen.

Bei Zugkräften, die an den Sehnen und Bändern wirken, kann eine Abrissfraktur entstehen.

Bei zusätzlichen Schubkräften oder Scherkraft spricht man von einer Abscherfraktur.

Eine Kompressionsfraktur, auch als Stauchungsfraktur bezeichnet, entsteht durch eine Stauchung der Spongiosa, der Epiphysen und der Metaphysen.

Ein Trümmerbruch gelangt dann zur Ausprägung, wenn eine starke Gewalteinwirkung auf die Knochenstruktur einwirkt. Ein Trümmerbruch geht immer einher mit einer Weichteilverletzung.

Kinderkrankenpflege: Grünholzfraktur als Beispiel für eine inkomplette Fraktur

Von einer inkompletten Fraktur spricht man, wenn sich Fissuren bilden.

Der Knochen besitzt hierbei keine vollständige verlorene Kontinuität.

Im Bereich der Kinderkrankenpflege stellt die Grünholzfraktur bei Kindern die häufigste Form der inkompletten Fraktur dar.

Die Luxationsfraktur

Die Luxationsfraktur ist häufig in Gelenknähe anzutreffen und bewirkt eine zusätzliche Verletzung des Kapsel-Band-Apparats.

Häufigste Beispiele dieses Frakturtyps sind Frakturen des Hüftgelenks und des Sprunggelenks.

Die AO-Klassifikation in der Chirurgie

Im Bereich der Chirurgie werden Frakturen in unterschiedliche Schweregrade (A O-Klassifikation) eingeteilt.

Diese Einteilung bezieht sich dabei auf die langen Röhrenknochen.

Die AO-Klassifikation umfasst auch den zur Fraktur hinzutretenden Schaden des Weichteilgewebes.

Wie wird eine Fraktur diagnostiziert?

Die Diagnose einer Fraktur wird getroffen durch die Symptomatik, die Ursache oder die etwaig bestehende Vorerkrankung (Karzinom mit Metastasen).

Bei einem Unfallgeschehen wird die Diagnose anhand der Fehlstellung und Schwellung des Knochens gestellt.

Der erhöhte Druckschmerz und ein höherer Muskeltonus lassen sich dabei feststellen.

Auch die abnorme Beweglichkeit unterstützt die Diagnose einer Fraktur.

Durch Überprüfung der digitalen Pulse wird die Durchblutung überprüft. Eine endgültige Diagnose lässt sich jedoch in der Regel nur durch eine zusätzliche Röntgenaufnahme in zwei Ebenen sowie einer seitlichen Röntgenaufnahme und gegebenenfalls weiterer spezieller Aufnahmen treffen.

Bei bestimmten Frakturtypen wie Sie im Rahmen der Beckenfraktur oder Wirbelfraktur auftreten kann auch ein CT beziehungsweise ein MRT notwendig sein, um eine gesicherte Diagnose stellen zu können.

Im zweiten Teil des aufgefrischten Wissens werden die unterschiedlichen Behandlungsansätze der Fraktur sowie die Phasen der Heilung des Knochens beschrieben.

Welche Erfahrung haben Sie in ihrem Berufsalltag als Pflegekraft mit den unterschiedlichen Frakturtypen außerhalb der Chirurgie oder Orthopädie gemacht?  – Wir freuen uns sehr auf Ihre Zuschriften per eMail an Post@Pflege-Liebe.de.

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