Wilhelmshaven: Kommunalpolitiker fordert Masterplan Pflege

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Wilhelmshaven: Kommunalpolitiker fordert Masterplan Pflege - Pflege Liebe Zeitschrift

Ein Kommunalpolitiker aus Wilhelmshaven fordert einen Masterplan Pflege.

Volker Block, Ortsvereinsvorsitzender der SPD Wilhelmshaven-Heppens und stellvertretender Vorsitzender der AWO Wilhelmshaven fordert einen Masterplan für die kommunale Pflege-Infrastrukturplanung mit einem Zeithorizont bis zum Jahr 2030.

Die Forderung kann als Beispiel für andere Kommunen in Deutschland dienen.

Studie der Berthelsmann-Stiftung offenbart eklatanten Pflegepersonalmangel bis 2030

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Wilhelmshaven: Kommunalpolitiker fordert Masterplan Pflege – Pflege Liebe Zeitschrift

Der Datenreport „Demografischer Wandel 2030“ der Bertelsmann-Stiftung prognostiziert für die niedersächsische Stadt Wilhelmshaven einen Anstieg der Personen über 65 Jahren von aktuell 24,4% (derzeit knapp19778 Personen) auf 31,6 % (rund 23469 Personen) für das Jahr 2030, bei einem  gleichzeitigen Bevölkerungsrückgang von rund 81000 auf prognostizierte 74270 Einwohner für das Jahr 2030.

Für die Bevölkerungsgruppe der Personen über 80 Jahren beträgt die prognostizierte Zunahme 48% bis zum Jahr 2030.

Die derzeitigen Pflegekapazitäten Wilhelmshaven reichen dabei bei Weitem nicht aus, den zukünftigen Pflegebedarf zu decken. Ähnlich sieht die Situation in zahlreichen anderen Kommunen aus.

Zunehmendes Missverhältnis zwischen Pflegebedarf und verfügbares Personal

Bedingt durch den demografischen Wandel nimmt die Anzahl der Pflegebedürftigen zu, während die Zahl der auf dem Markt verfügbaren Pflegekräfte zukünftig weiter abnimmt.

Forderungen nach mehr Personal sind nicht zielgerichtet, da der Markt der verfügbaren Pflegekräfte in der Region wie in vielen Gebieten des Landes leer gefegt ist.

Die Lösung für Wilhelmshaven und für andere Kommunen: Kommunaler Masterplan Pflege 2030

Volker Block schlägt einen Masterplan für die Pflege vor, der sowohl stadtteilspezifische Details berücksichtigt wie auch  auf innovative Konzepte setzt, die eine hohe Pflegequalität auch bei niedrigen Personalkapazitäten ermöglicht.

Letztlich soll durch eine gezielte Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufes eine bessere zukünftigere  Personalverfügbarkeit ermöglicht werden.

Dies schließt mitunter auch gezielte Werbung für den Pflegeberuf in den Wilhelmshavener Schulen ein.

Ähnliche Maßnahmen lassen sich bundesweit durchführen.

Volker Block sieht die Schwierigkeit ausreichend Auszubildende für den Pflegeberuf zu bekommen auch in einer mangelnden Werbung an den Schulen begründet.

„Gerade dort sitzen aber die potenziellen Pflegekräfte des 21. Jahrhunderts“, so Block.

Alternativen zu stationären Einrichtungen schaffen

Zudem soll durch die gezielte Ausbildung von Migranten helfen, dem Personalmangel in der Pflege in Wilhelmshaven und in ganz Deutschland aktiv zu begegnen. Mit dieser Forderung stützt Block die seit langem von Pflegeexperten und Wissenschaftlern geäußerte Forderung, die Personalproblematik in der Pflege nur mit ausreichend Migration lösen zu können.

Weiter schlägt der Kommunalpolitiker ein gezieltes Brainstorming sämtlicher in Wilhelmshaven existierender Pflegeeinrichtungen vor, um zusammen mit diesen und den kommunalen Entscheidungsträgern aktiv einen „Masterplan Pflege 2030“ zu entwickeln.

Das vielfach in der Politik geäußerte Motto: „Pflege hat Zukunft“ verkommt so nicht zu einem bloßen Werbeslogan, sondern dokumentiert, dass die pflegerische Versorgung der Bevölkerung auch nach dem Jahr 2030 gesichert ist.

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