Onkologie: Fachkräfte werden falsch eingesetzt

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Onkologie: Fachkräfte werden falsch eingesetzt - Pflege Liebe Zeitschrift

In der Onkologie fehlen wie überall Pflegekräfte.

Besonders brisant ist dabei, dass onkologische Fachpflegekräfte aufgrund des geschätzten Bedarfs an 70.000 stationären Pflegekräften nicht entsprechend ihrer Ausbildung eingesetzt werden können.

Onkologie: Pflegekräfte mit Zusatzausbildung

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Insbesondere 5000 speziell im Rahmen einer Zusatzausbildung ausgebildete Onkologiefachkräfte werden nach Angaben der Vorstandssprecherin der Konferenz onkologische Kranken-und Kinderkrankenpflege, Kerstin Paradies, nicht oder nur unzureichend eingesetzt.

Einer der Hauptgründe liegt darin, dass rund 70.000 Pflegekräfte für den stationären Dienst fehlen.

Deshalb können die onkologischen Fachpflegekräfte oftmals nicht so adäquat eingesetzt werden, wie es ihre Ausbildung eigentlich verlangen würde.

Die Onkologie-Fachpflegekräfte besitzen ähnlich wie die im OP eingesetzten Pflegekräfte oder die auf der Intensivstation und in der Psychiatrie eingesetzten Pflegekräfte häufig eine zweijährige Zusatzausbildung.

Personaluntergrenzen sind nicht beziffert

Insbesondere in den Kliniken geht es zunehmend darum, den regulären Stationsbetrieb überhaupt aufrecht zu halten, sagte Kerstin Paradies im Rahmen des Deutschen Krebskongresses in Berlin.

Die auf dem Kongress anwesenden Pflegeexperten kritisieren zudem die von Union und SPD im Rahmen der Koalitionsverhandlungen anvisierten Personaluntergrenzen.

Dies gilt insbesondere deshalb, weil im Koalitionsvertrag jede Konkretisierung fehlen würde, sagte Torsten Rantzsch, der Sprecher der Pflegedirektoren der Universitätskliniken in Deutschland, im Rahmen des Kongresses.

Neben der grundsätzlichen Definition der Personaluntergrenze im Sinne von genau definierten Zahlen ist auch die Bemessung des Personalbedarfes für den Bereich der Onkologie entsprechend zu berücksichtigen, so Rantzsch.

Onkologie: Demografischer Wandel verhindert Personalzuwachs

Das Problem insgesamt liegt darin begründet, dass durch den demografischen Wandel mehr Pflegepersonal in den Ruhestand geht oder dem Beruf den Rücken kehrt, als neue nachrücken.

Dadurch verschlimmert sich die Situation zunehmend. Hinzu kommt, dass gleichzeitig die Anzahl der Pflegebedürftigen steigt.

Dies verschlimmert die Situation für die noch im Beruf verbleibenden Pflegekräfte umso mehr.

Solange hier innovative Konzepte fehlen, sind sie weder gute Ratschläge oder aber auch rein zahlenmäßig definierte Personaluntergrenzen als nicht zielführend zu bezeichnen, da diese aufgrund mangelnder Personalverfügbarkeit überhaupt nicht erreicht werden können.

Welche Erfahrung haben Sie in ihrem Berufsalltag als Pflegekraft  mit  Onkologischer Pflege gemacht?  – Wir freuen uns sehr auf Ihre Zuschriften per eMail an Post@Pflege-Liebe.de.

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