Schrittmachersyndrom: Atropin das Mittel der Wahl

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Schrittmachersyndrom: Atropin das Mittel der Wahl - Pflege Liebe Zeitschrift

Das Herzschrittmachersyndrom, kurz auch Schrittmachersyndrom genannt, bedarf bei einigen Patienten einer akuten Notfallversorgung.

Wie sieht diese genau aus und welche Medikamente bedarf es im akuten Notfall?

Das Schrittmachersyndrom in einer Kurzbetrachtung

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Erstmals wurde das Schrittmachersyndrom 1969 durch Mitsui beschrieben.

Die Häufigkeit mit dem das Syndrom auftritt, beträgt 5-10 % bei ventrikulärer Stimulation.

Hauptkennzeichen des Schrittmachersyndroms ist eine VVI- Stimulation bei retrograder ventriko-artrialer Leitung.

Ein weiteres Kennzeichen ist ein konsekutiver Blutdruckabfall.

Es kommt hierbei zu konsekutiven Vorhofkontraktionen gegen die geschlossenen AV-Klappen.

Hieraus resultiert einer deutliche Absenkung des systolischen arteriellen Blutdrucks bei gleichzeitiger ventrikulären Stimulation.

Im EKG lässt sich ein deutlicher ventrikulärer Schrittmacher Rhythmus mit retrograden P-Wellen in der ST-Strecke beziehungsweise der T-Welle finden.

Die Symptome

Zu den Symptomen des Schrittmachersyndroms zählen unter anderem Schwindelgefühl, Synkope, bis hin zu Bewusstseinsverlusten, die auch von längerer Dauer sein können.

Auch Angstgefühle werden als Symptome beschrieben.

Daneben treten auch Palpitationen auf.

Die Behandlung im Notfall

Die Eigenfrequenz des Herzens sollte mittels der Gabe von 0,5 mg Atropin i.v beziehungsweise der Gabe von 0,5 mg Orciprenalin i.v. erhöht werden.

Der Hintergrund ist der, dass durch die Verabreichung von Atropin beziehungsweise Orciprenalin die ventrikulär Stimulation vermieden wird.

Zudem kann durch Auflage eines Magneten der Versuch gestartet werden, die Herzfrequenz zu erhöhen, um dadurch eine Erhöhung des Herz-Zeit-Volumens zu erzielen.

Vorbeugung

Um ein Herzschrittmachersyndrom bei Patienten mit implantierten Einkammer-System zu verhindern, wobei sich diese Aussage auf all jene Patienten beschränkt, die bereits mit dem Einkammersystem ein Herzschrittmachersyndrom erlitten hatten, sollte als Vorbeugung eine Implantation eines Zweikammer-Schrittmachers angeraten werden.

Themenschwerpunkt Herzschrittmacher und Komplikationen

In einer unregelmäßigen Folge wird Pflege Liebe auch über weitere, im Rahmen der Schrittmacherimplantation auftretende Komplikationen und deren Behandlungsmöglichkeit, berichten.

So sind beispielsweise als weitere Komplikationen zu nennen der Exit-Block, Bradykardien bei Schrittmacherspikes oder Oversensing, aber auch durch Schrittmacher verursachte Tachykardien zu nennen.

Als weitere Komplikation kann eine Thrombose oder eine Thromboembolie auftreten.

Über diese Themen wird unser Magazin in den nächsten Wochen berichten.[wysija_form id=“1″]

 

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